Wir verwenden Cookies und Trackingsoftware, um die Zugriffe (u.a. von Werbeanzeigen) auf unserer Webseite zu analysieren. Weitere Informationen und die Möglichkeit das Tracking zu deaktivieren finden Sie unter Datenschutz.

OK

Durch Denken Vorne Consult GmbH
Walder Straße 49
40724 Hilden

Anfahrt 

Sie haben Fragen?

Kontaktieren Sie uns!

+49 (0) 2103 - 71 51 541
infonothing@durchdenkenvorne.de
Menü
Nachhaltigkeit im Einkauf / Corporate Social Responsibility
Wir unterstützen Sie dabei, dass aus Ihrer Wertschöpfungskette keine Schadschöpfungskette wird.

Nachhaltigkeit im Einkauf ­/ Corporate Social Responsibility

Die Zeiten, als im Einkauf dafür Sorge zu tragen war, dass klar definierte Güter zur richtigen Menge, am richtigen Ort, zu möglichst geringen Kosten im Unternehmen ankommen mussten, wirken heute antiquiert.

Während der letzten Jahre hat eine weitere Dimension sukzessive die Bühne des Einkaufs betreten. Und dessen Blickwinkel hat eine Entwicklung von Zwangsläufigkeit hin zu wertschöpfender Tätigkeit in Gang gesetzt: Corporate Social Responsibility (CSR) bedeutet, ein freiwilliger Beitrag von Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. Es gilt, darauf zu achten, dass aus einer Wertschöpfungskette keine Schadschöpfungskette wird.

Nachhaltiges Handeln nimmt dabei Bezug auf:

  • die Geschäftstätigkeit (Markt)
  • ökologisch relevante Aspekte (Umwelt)
  • Beziehungen mit Mitarbeitern (Arbeitsplatz)
  • Austausch mit den relevanten Interessengruppen (Stakeholder)

Das Lieferkettengesetz

Ein umfassendes Gütesiegel für die CSR gibt es bisher nicht. Viele Unternehmen greifen auf den GRI-Bericht zurück (Global Reporting Initiative), was ein Anbieter von Richtlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten ist. Auch die ISO 26000 von 2010 bietet einen generellen Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen.

Einen übergeordneten Rahmen für nachhaltigen Einkauf bilden allerdings neue rechtliche Regelungen, die in Kraft getreten sind.

Das Lieferkettengesetz orientiert sich inhaltlich an den UN-Leitlinien und es regelt die Sorgfaltspflichten in Unternehmen zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen. Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Das Gesetz erhält seine Gültigkeit ab Anfang 2023 und im Fokus stehen zunächst Firmen mit mehr als 3000 Mitarbeitern in Deutschland.
  • Ab 2024 wird auf Unternehmen ab 1000 Mitarbeiter angepasst.
  • Unternehmen müssen für die Einhaltung der Menschenrechte auf der gesamten Lieferkette Sorge tragen. Sie müssen Beschwerdemöglichkeiten einrichten und über ihre Aktivitäten berichten.
  • Bei Kenntnissen von Verstößen besteht die Pflicht zur Analyse vorgelagerter Stufen innerhalb der Lieferkette bis zum direkten Lieferanten.

Mit dem Gesetz gehen folgende Elemente einher:

  • Sorgfaltspflicht (Risikomanagement: Erfassung und kontinuierliches Monitoring)
  • Berichtspflicht (jährlich)
  • Etablierung eines Beschwerdemechanismus bzw. -verfahrens
  • Sanktionen wie Bußgelder sowie Ausschluss von öffentlichen Ausschreibungen

Corporate Social Responsibility (CSR) ist somit nicht ein Thema, welches nur für Großkonzerne gilt sondern aus gutem Grund jetzt schon von mittelständischen Unternehmen angegangen werden sollte. Was aber bedeutet das nun in Bezug auf den Einkauf? Dies lässt sich nach Balderjahn gut in drei Säulen aufteilen.

Bedeutung von CSR für den Einkauf
Bedeutung von CSR für den Einkauf

Sozialverträgliche Beschaffung

Sozialverträgliche Beschaffung bedeutet hierbei, dass ein Unternehmen innerhalb seiner Geschäftsaktivitäten die moralische Mitverantwortung für das soziale Handeln und Nichthandeln seiner Lieferanten trägt. Hierzu gehören sowohl die Vermeidung von Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung als auch die Einhaltung von Menschenrechten und Arbeitsschutz sowie die Förderung von Transparenz und Gleichstellung.

Im Kontext ökologieverträglicher Einkaufs stehen die lokale Beschaffung, Mehrwegverpackungen und das Recycling von Produkt und Verpackung. Beispiele ökonomieverträglicher Beschaffung sind faire Preise, langfristige Verträge und die Vermeidung von Ausbeutung.

Strategische Erwägungen

Bei der Formulierung einer nachhaltigen Beschaffungsstrategie kann grundsätzlich zwischen zwei Strategien gewählt werden.

Bei einer Defensivstrategie steht  die Einhaltung von gesetzlichen Regelungen im Vordergrund.

Der Blickwinkel ist z.B. die Vermeidung wirtschaftlichen Schadens durch mögliche Sanktionen und Nachhaltigkeit wird eher als Kostenfaktor betrachtet.

Im Falle einer Offensivstrategie wird Nachhaltigkeit als Zusatznutzen verstanden und als eine Differenzierung des eigenen Leistungsangebotes zum Wettbewerb.

Nachhaltigkeit kann also als Erlössteigerungsfaktor zum Einsatz kommen. Zum einen durch zusätzliche Erträge durch die Erschließung neuer Marktsegmente und zum anderen durch Kostensenkung durch Einsparung von Ressourcen sowie der Entwicklung nachhaltiger Produktionsverfahren.

Damit steht und fällt auch, ob Nachhaltigkeit als Leitbild eines Unternehmens verankert ist und dessen langfristige Agenda bedient. Ob nun die eine- oder andere Strategie vom Unternehmen zum Tragen kommt: es braucht Mechanismen permanenter Überprüfung und Monitorings.

Maßnahmen zur Sicherung von CSR im Lieferantenmanagement

Wie kann ich dies nun als mitteständisches Unternehmen angehen? Hier sind 5 Tipps zur Sicherung von CSR im Lieferantenmanagement:

  • Nutzen Sie eine einheitliche Lieferantenselbstauskunft um konkrete Aspekte im Hinblick auf CSR abzufragen, wie sie oben genannt worden sind
  • Prüfen Sie beim Audit die Leistungsfähigkeit des Lieferpartners auch im Rahmen dieser relevanten Nachhaltigkeitsgesichtspunkte
  • Schaffen Sie einen Verhaltenskodex (Code of Conduct), der von Ihren Lieferanten gegengezeichnet wird. Gute Vorlagen und Denkanstöße gibt es hierfür beim BME oder anderen Unternehmen, die Ihren Kodex auf deren Websites zur Verfügung stellen
  • Erweitern Sie Ihre Lieferantenbewertung um ein CSR-Rating. Ein Bewertungspunkt dabei könnte die Akzeptanz Ihres Verhaltenskodex sein
  • Führen Sie ein Risikomanagement ein oder erweitern Ihr Vorhandenes um CSR-Risiken
  • Nutzen Sie Plattformen für das dauerhafte Monitoring von Lieferanten, um mit begrenztem Aufwand und Wissen ausreichend gute Lösungen zu finden. Plattform-Anbieter sind z.B. IntegrityNext oder Ecovadis

Wie zuletzt auch Corona gezeigt hat, ist professionelles Lieferanten- und Risikomanagement unverzichtbar. Nun gilt, dass auch nachhaltige Beschaffung zum festen Bestandteil der DNA Ihres Unternehmens wird. Ihr Einkauf sitzt hierbei übrigens auf einem bereits großen angehäuften Schatz. Wenn Sie beim Thema CSR noch die passenden Hebel oder Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie uns unter csrnothing@durchdenkenvorne.de.

Wie können wir Ihren Einkauf voranbringen?
Profitieren Sie von unserer Einkaufsexpertise und praktischem Know-How. Nutzen Sie unser kostenloses und unverbindliches Erstgespräch und evaluieren Sie Ihren konkreten Bedarf mit einem unserer Spezialisten.
Jetzt Rückruf anfordern

Durch Information Vorne

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter rund um den Einkauf und mehr!

Anmelden