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Nachhaltigkeit im Einkauf – macht das jetzt schon Sinn?
Geschrieben von:  Manos Voutsas | | Geschätzte Lesezeit 4 Minuten

Nachhaltigkeit im Einkauf – macht das jetzt schon Sinn?

Warum bringt ein Werkzeugmaschinenhersteller wie DMG MORI jetzt einen Nachhaltigkeitsbericht heraus? Es ist noch nicht 2023, was das Jahr ist, ab dem das Lieferkettengesetz gilt und DMG MORI verkauft Werkzeugmaschinen im B2B Geschäft und nicht Reinigungsmittel, die aus 100% abbaubaren Rohstoffen bestehen.

Meiner Meinung nach hat dies drei Gründe:

  • Nachhaltigkeit ist ein MegaThema unserer Zeit, welches inzwischen auch in der Finanzindustrie angekommen ist. Nicht nachhaltige Unternehmen werden aus Investment-Portfolios herausgenommen und in andere Unternehmen, die sich um ihre Wertschöpfungskette kümmern, wird investiert bzw. diese erhalten günstigere Kredite.
  • Das Lieferkettengesetz gilt ab 2023. Unternehmen mit mehr als 3000 Mitarbeitern sind davon im ersten Schritt betroffen. Bis zum 1.1.2023 sind es nur noch 1,5 Jahre. Somit ist der Aufbau eines Systems zur Sicherung der Nachhaltigkeit JETZT schon sinnvoll, damit dieses auch ab Anfang 2023 läuft. Hunderte ggf. Tausende von Lieferanten müssen angesprochen werden. Auskünfte müssen von diesen eingeholt werden oder Zertifikate geprüft werden.
  • Und das ist für mich der wichtigste Grund: Es ist inhaltlich richtig, dass der Einkauf sich darum kümmert, dass in seinen Lieferketten keine Zwangsarbeit, Umweltverschmutzung oder Diskriminierung stattfindet. Ansonsten beuten wir eine Schadschöpfungskette aus, aber nutzen keine Wertschöpfungskette. Nachhaltigkeit ist wichtig und als zusätzlicher Pluspunkt anzubringen. Unternehmen wie Bayer haben ihre Beschaffung dementsprechend ausgerichtet und lassen nachhaltige Kriterien in ihre Vergabeentscheidungen einfließen. Wer die nicht aufzeigen kann, der hat in Zukunft schlechte Karten.

Corporate Social Responsibility (CSR) ist somit nicht ein Thema, welches nur für Großkonzerne gilt, sondern aus gutem Grund jetzt schon von mittelständischen Unternehmen angegangen werden sollte. Was aber bedeutet das nun in Bezug auf den Einkauf? Dies lässt sich nach Balderjahn gut in drei Säulen aufteilen.

Bedeutung von CSR für den Einkauf
Bedeutung von CSR für den Einkauf

Sozialverträgliche Beschaffung bedeutet, dass ein Unternehmen innerhalb seiner Geschäftsaktivitäten die moralische Mitverantwortung für das soziale Handeln und Nichthandeln seiner Lieferanten trägt. Hierzu gehören sowohl die Vermeidung von Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung als auch die Einhaltung von Menschenrechten und Arbeitsschutz sowie die Förderung von Transparenz und Gleichstellung.

Wie kann ich dies nun als mitteständisches Unternehmen angehen? 

6 Tipps zur Sicherung von CSR im Lieferantenmanagement:

  1. Nutzen Sie eine einheitliche Lieferantenselbstauskunft um konkrete Aspekte im Hinblick auf CSR abzufragen, wie sie oben genannt worden sind.
  2. Prüfen Sie beim Audit die Leistungsfähigkeit des Lieferpartners auch im Rahmen dieser relevanten Nachhaltigkeitsgesichtspunkte.
  3. Schaffen Sie einen Verhaltenskodex (Code of Conduct), der von Ihren Lieferanten gegengezeichnet wird. Gute Vorlagen gibt es hierfür beim BME oder anderen Unternehmen, die ihren Kodex auf deren Websites zur Verfügung stellen.
  4. Erweitern Sie Ihre Lieferantenbewertung um ein CSR-Rating. Ein Bewertungspunkt dabei könnte die Akzeptanz Ihres Verhaltenskodex sein
  5. Führen Sie ein Risikomanagement ein oder erweitern Ihr Vorhandenes um CSR-Risiken
  6. Nutzen Sie Plattformen für das dauerhafte Monitoring von Lieferanten, um mit begrenztem Aufwand und Wissen ausreichend gute Lösungen zu finden. Plattform-Anbieter sind z.B. IntegrityNext oder Ecovadis

Wie zuletzt auch Corona gezeigt hat, ist professionelles Lieferanten- und Risikomanagement unverzichtbar. Nun gilt, dass auch nachhaltige Beschaffung zum festen Bestandteil der DNA Ihres Unternehmens wird. Ihr Einkauf sitzt hierbei übrigens auf einem bereits großen angehäuften Schatz. Wenn Sie beim Thema CSR noch die passenden Hebel oder Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie uns unter csrnothing@durchdenkenvorne.de.

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Titelbild: Pixabay anncapictures

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