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Durch Interview Vorne    mit Jens Delventhal
Geschrieben von:  Frank Sundermann | | Geschätzte Lesezeit 5 Minuten

Durch Interview Vorne mit Jens Delventhal

Jens Delventhal, Program Lead Smart Factory, Körber Digital

Jens Delventhal ist bei Körber Digital Product Owner von K.Edge Solutions, einem IIoT (Industrial Internet of Things)-Produkt zur Steigerung der Maschineneffizienz und konzernweit als Program Lead Smart Factory verantwortlich.

Herr Delventhal, vor einem Jahr waren Sie noch im Corporate Purchasing des Körber-Konzerns, jetzt in der Führungsmannschaft von Körber Digital. Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen damit?

Die Digitalisierung der Industrie ist eine sehr intensive Zeit mit vielen neuen und spannenden Fragestellungen. Hier kann ich mich voll einbringen. Die Entscheidung, den Einkauf nach langer Zeit zu verlassen traf ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn meine bisherige Aufgabe hat mir viel Freude bereitet. Dennoch, der Reiz des Neuen war einfach zu verlockend. Was mich seitdem täglich motiviert ist die Möglichkeit, sehr viele neue Dinge zu lernen. Ich bin bei Körber Digital umgeben von talentierten und erfahrenen Menschen, die mir helfen die neuen Themen umfänglich zu verstehen – was will man mehr?

Warum ist der Körber-Konzern den Weg gegangen und hat ein eigenständiges Geschäftsfeld für die digitale Weiterentwicklung gegründet?

Wir alle bei Körber sind überzeugt, dass die Digitalisierung umfassendes Potential hat, unsere Industrien wesentlich zu verändern und nennenswerten Mehrwert für unsere Kunden weltweit zu generieren. Wir wollen diesen Wandel gestalten und unsere Marktführerschaft durch unsere Technologieführerschaft weiter ausbauen. Damit das klappt, nutzen wir die Chancen neuer Lösungen, die unsere Kunden noch erfolgreicher machen. Um unsere etablierten Geschäftsfelder dabei bestmöglich zu unterstützen, gibt es seit Dezember 2017 Körber Digital als schlagkräftige Einheit, die inmitten des Industrial IoT-Ökosystems ihren Platz gefunden hat. Mittlerweile haben wir neben Berlin in Karlsruhe einen zweiten starken Standort und wollen noch weiter wachsen. Damit uns dies gelingt, veranstalten wir zum Beispiel an beiden Standorten einmal im Monat einen Recruitingtag an dem die Bewerber nicht nur das Management, sondern auch viele der zukünftigen Kollegen kennenlernen können.

Wenn Sie Ihre vorige Tätigkeit mit der jetzigen vergleichen – wo könnten sich Einkäufer etwas abgucken bei den Digital Natives?

Ich würde hier nicht von abgucken sprechen, sondern bevorzugt vom Heben von Synergien. Mich begeistert zum Beispiel, wie diszipliniert Softwareentwickler arbeiten und wie sie sich gegenseitig Feedback für den geschriebenen Code geben. Keine Änderung wird in ein Live-System überführt, die nicht mindestens von „vier Augen“ durchgeprüft wurde. Dadurch werden Fehler sehr schnell erkannt und gegenseitige Unterstützung bei schwierigen Aufgaben ist die Regel, nicht die Ausnahme. Mit dem Vier-Augen Prinzip hat der Einkauf bereits viel Erfahrung, in der Vorbereitung von Verhandlungen und Ausschreibungen kann dies oftmals noch konsequenter zum Einsatz kommen.

Und wo der Digital Native von Einkäufern?

Talentierte Entwickler wollen coole Software bauen. Da schießen die Experten – wie viele Fachexperten – manchmal auch über das Erforderliche hinaus und verlieren sich in Details. Der erfahrene Einkäufer schaut immer sofort aktiv auf Kosten und das Herausarbeiten von tatsächlich erforderlichen Produkteigenschaften. Das würde dem einen oder anderen Entwickler manchmal ganz guttun.

Wenn ein mittelständisches Maschinenbau-Unternehmen die Möglichkeiten der Digitalisierung bestmöglich im Einkauf nutzen will, was würden Sie für den Anfang empfehlen?

Mein Rat ist es anzufangen. Ich sehe heute immer noch viele Unternehmen, die sich mit dem Thema nicht ausreichend auseinandersetzen und somit Gefahr laufen, wichtige Entwicklungen zu verschlafen. Ich würde anregen, kleine Projekte zu definieren und zu starten. Und zwar ohne riesige Budgets für Beratung und ohne fußballmannschaftgroße Teams. Der Einkauf hat so viele Daten zur Verfügung, daraus können auch schon talentierte Berufsanfänger erste Analysen und Projektionen erstellen, die wertvolle Beiträge zur Vorbereitung einer Verhandlung liefern können. Hier sehe ich im Einkauf bei Körber erste tolle Erfolge.

Letzte Frage Herr Delventhal – Körber Digital sitzt in Berlin und Sie pendeln von Hamburg – Ist die Deutsche Bahn noch Ihr Freund?

Ja! Ich liebe es Bahn zu fahren und kann dort sehr gut arbeiten. Das Auto wäre für mich keine Alternative. Die Strecke Hamburg - Berlin ist gut ausgebaut und die Züge meistens pünktlich. Klar, das Handynetz ist nicht gut und daher telefonieren oft nicht möglich. Ich freue mich daher sehr auf 5G – eine Technik die uns ganz tolle neue Möglichkeiten bietet.

Herr Delventhal, wir danken für das Interview!

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