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Versuchen Sie es mal mit Mathematik – Data Analytics im Maschinenbau
Geschrieben von:  Hans-Peter Gysel | | Geschätzte Lesezeit 3 Minuten

Versuchen Sie es mal mit Mathematik – Data Analytics im Maschinenbau

Es steht überall geschrieben und ist nicht überhörbar respektive übersehbar.

  • Herstellkosten müssen möglichst früh abgeschätzt werden!
  • 80% der Herstellkosten werden in der Produktentwicklung festgelegt!
  • Die frühe Abschätzung von Kosten ist elementar um sicherzustellen, dass nicht Produkte entwickelt werden, die keinen Gewinn generieren!

Trotzdem werden die Herstellkosten sehr selten über den gesamten Lebenszyklus der Produkte abgeschätzt resp. berechnet. Der Hauptgrund? Zu Beginn der meisten Projekte, sind zwar maximale Herstellkosten resp. Zielkosten in den Spezifikationen vorgegeben, doch verlieren die Herstellkosten - je weiter das Projekt fortgeschritten ist - immer mehr an Relevanz. Funktion und Termin gehen über alles! Schade nur, wenn zwar alles gut funktioniert, sich das Produkt jedoch nicht mit der zum Ziel gesetzten Gewinnmarge verkaufen lässt. Dabei ist der Aufwand, die Kosten von Funktionsgruppen, Baugruppen und Bauteilen in einem frühen Stadium abzuschätzen, gering. Mit etwas Übung dauert eine Kostenschätzung pro Bauteil wenige Sekunden.

Es ist klar, dass in der Produktentwicklung, Bauteile und Baugruppen viele Änderungen durchlaufen. Entsprechend erhöht sich der Aufwand, die Schätzungen aktuell zu halten. Doch auch das ist mittlerweile keine Herausforderung mehr. Mit Produktdatenmanagement Systemen lässt sich das einfach und effizient bewerkstelligen. Aus unserer Projekterfahrung stellen wir fest, dass es nicht die Schätzung selbst ist, die Sorgen bereitet. Es ist das Vertrauen in die eigene Schätzung - und die Angst, mit der eigenen Schätzung „daneben“ zu liegen. Schätzt man selber Herstellkosten ab, so exponiert man sich und es besteht die Gefahr, sich zu blamieren. Die Belastbarkeit von diesen „individuellen“ Schätzungen ist oft ganz gut; doch Bauchgefühle sind für Außenstehende schwer nachvollziehbar.

Unser Tipp: Versuchen Sie es mal mit Mathematik!

Viele Unternehmen kaufen viele Komponenten und Baugruppen ein. Entsprechend umfangreich ist die Datenlage in den Unternehmen. ERP, PDM und CAD-Systeme enthalten Daten, die mathematisch ausgewertet werden können. Es liegt auf der Hand: Wenn Unternehmen pro Jahr verschiedenste Komponenten bestellen, können Sie die Herstellkosten für neue Komponenten, die noch nie hergestellt wurden, daraus cent-genau ableiten. Egal ob es sich dabei um Frästeile, Drehteile, Spritzguss-Teile, Kabel, etc. handelt. Mathematik sei Dank. Die Berechnungen sind sehr exakt, homogen, plausibel und für jeden nachvollziehbar. Diesen Kostenberechnungen vertrauen auch Ingenieure - ein erster und wichtiger Schritt zur Etablierung von Kostenmanagement.

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